top of page

🧠 Warum Sport geplant werden sollte – und nicht einfach «gemacht»

Viele denken: Je mehr Sport, desto besser.


Doch das stimmt so nicht. Unser Körper ist kein Roboter – er reagiert auf Belastung, Ernährung, Stress und Schlaf. Wenn wir ihm zu viel abverlangen, kippt die Balance. Und genau das sehe ich immer wieder – auch bei sehr sportlichen Menschen.


Ich habe mit meinen Ausbildungen und all den Weiterbildungsmomente einiges dazu gelernt. So habe ich verstanden, warum Training und Ernährung immer im Kontext zur aktuellen Lebenssituation stehen müssen.


⚖️ Training braucht Balance – zwischen Belastung und Erholung

Unser Körper funktioniert nach einem einfachen Prinzip:

Belastung + Erholung = Fortschritt.

Fehlt die Erholung, kommt es nicht zur gewünschten Anpassung – im Gegenteil:

  • Die Stresshormone (Cortisol) bleiben dauerhaft erhöht.

  • Der Körper speichert Wasser ein, um sich zu schützen.

  • Der Schlaf verschlechtert sich.

  • Die Leistungsfähigkeit sinkt.


Und plötzlich steht man da: Man trainiert, ernährt sich «gesund» – und nimmt trotzdem nicht ab, fühlt sich aufgebläht oder müde.


🍽️ Zu wenig essen ist kein Zeichen von Disziplin

Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen: Wer dauerhaft zu wenig isst, nimmt nicht ab. Das klingt paradox, ist aber physiologisch erklärbar. Wenn dem Körper Energie fehlt, reagiert er mit einem Überlebensmechanismus:

Er spart Energie, senkt den Grundumsatz – und beginnt, Fett und Wasser einzulagern, um sich zu schützen. Das heisst: Trotz intensivem Training und wenig Kalorien geht das Gewicht nicht runter.

Darum ist es so wichtig, den Kalorienbedarf realistisch zu berechnen (Grundumsatz + Leistungsumsatz) und nicht unter das gesunde Defizit von 200–500 kcal zu gehen. Oder im Erhalt zu planen.


💪 Welcher Sport tut wann gut?

Damit Training wirkt, muss es zur aktuellen Belastungssituation passen:

  • Hohe Arbeitsbelastung oder wenig Schlaf:→ besser lockere Einheiten wie Walken, Mobility, Yoga oder Stretching. (Ziel: Nervensystem beruhigen, Cortisol senken, Regeneration fördern.)

  • Mittlere Belastung, stabile Energie:Krafttraining oder moderate HIIT-Einheiten, um Muskeln zu erhalten und Stoffwechsel aktiv zu halten.

  • Erholte, energievolle Phase:intensive Workouts, z. B. HIIT, Bootcamp oder Intervallläufe – gezielt dosiert, maximal 2–3x pro Woche.


Denn: Ein gesunder Körper braucht Abwechslung – zwischen Belastung und Entlastung, Anspannung und Ruhe.


🩺 In einer Beratung schauen wir genau hin

In meiner Ernährungsberatung geht es nicht um sture Pläne. Wir analysieren gemeinsam:

  • Wie sieht dein Alltag aus?

  • Wie stark ist deine berufliche und mentale Belastung?

  • Wann regenerierst du – und wie schläfst du?

  • Wie reagiert dein Körper auf Training und Ernährung?


Darauf aufbauend entsteht ein Plan, der dich stärkt, nicht auslaugt. Denn Ziel ist ein Körper, der gesund, stark und vital ist – nicht erschöpft, gestresst oder aufgedunsen.


🌿 Mein Fazit

Training wirkt nur, wenn dein Körper bereit dafür ist. Nicht jeden Tag ist Vollgas angesagt – manchmal ist der beste Fortschritt der, wenn du auf dich hörst.

Lernen, auf den eigenen Körper zu reagieren, ist kein Zeichen von Schwäche – sondern das Fundament von nachhaltiger Gesundheit.

 
 
 

Kommentare


bottom of page